Interkulturell und international

Supervision

Die Fähigkeit zur Reflexion und innerlich zurückzutreten, um die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen, ist in vielen beruflichen Zusammenhängen eine wichtige Voraussetzung, um adequat und richtig reagieren zu können. In der Supervision wird die persönliche Autonomie gefördert und Raum gegeben, um neue und andere Verhaltenweisen für den beruflichen Alltag zu erproben. Dabei hilft ein Supervisionsprozess die persönlichen Fähigkeiten zu erkennen und gezielt zu nutzen, aber auch sich persönlich und beruflich zu besinnen, um sich so langfristig weiterzuentwickeln.

In welchen Fällen und Momenten ist es sinnvoll einen Supervisionsprozess zu beginnen? Hier einige Fragen oder Zweifel, die der Anfang eines Supervisionsprozesses sein können:

Individuelle Supervision
“Ich sehe keine Lösung. Immer wieder gehe ich die Situation durch, aber ich komme zu keinem Ergebnis, ich bin wie festgefahren. Wie kann ich klarere Gedanken fassen?”

“Ich würde gerne mit jemanden meine Gedanken teilen. Einfach mal alles laut aussprechen, ohne Konsequenzen zu fürchten.”

“Manchmal zweifel ich sehr, ob das was ich tue das Richtige ist, ich brauche jemanden, der mich unterstützt, mir die richtigen Fragen stellt, mir hilft auch mal um die Ecke zu denken.”

Gruppensupervision
“Es wäre wichtig einen Raum zu haben, in dem wir uns uns mit anderen, die in einem ähnlichen Beruf arbeiten austauschen können, über unsere beruflichen Erfahrungen reden können, uns gegenseitig Anregungen geben können. Wo ich nicht nur Chef und Lösungsfinder sein muss, sondern auch mal meine Zweifel äussern kann. All dies begleitet durch eine professionelle Person, die versteht wovon wir reden, die uns aufmerksam machen kann, auf das was wir vielleicht übersehen.”

Teamsupervision
“In unserem Team arbeiten wir unter grossem Druck, niemand spricht dies aus, aber es wäre gut, mal den Dampf rauszulassen. Allerdings brauchen wir jemanden von Aussen, der/die den Prozess steuert.”

“Hier macht irgendwie jeder was er will, eigentlich sind wir kein richtiges Team, aber das können wir bei unserem Chef nicht ansprechen. Es herrscht ein schlechtes Klima, unterdrückte Konflikte und Missverständnisse, wir brauchen dringend einen Rahmen, um diese Dinge zu klären.”

“Wir sind ein neues Team, arbeiten ganz frisch zusammen, irgendwie hat noch nicht jeder seinen Platz bei uns gefunden. Wäre gut, wir würden regelmässig zusammenkommen, mit externer Unterstützung wachsen wir bestimmt schnell zusammen.”

Gemeinsam mit dem Kunden definieren wir nach einer Situationsanalyse den genauen Supervisionsbedarf und strukturieren den Prozess. Dabei hanndelt es sich um einen Veränderungs- oder Begleitungsprozess, der auf einer gegenseitigen Wertschätzung des bereits erreichten basiert und bei dem in der ersten Sitzung die genauen Konditionen (Dauer, Teilnehmer, Zieldefinition, etc.) festgelegt werden.

Zu unserer Philosophie gehört es einen Raum zu bieten, in dem experimentieren möglich ist, neue Wege und Denkmodell ausprobiert werden können, ohne beurteilt zu werden. Dabei steht die persönliche und professionelle Entwicklung eines jeden Einzelnen, im Zusammenhang mit der beruflichen Realität im Mittelpunkt. Wir gehen davon aus, dass jede Person in der Lage ist über sich selber und die aktuelle Situation mit einem gewissen Abstand zu reflektieren, seine Fähigkeiten und persönlichen Ressourcen verbessern kann, um adequate Lösungen und neue Wege zu finden.

Ziele unserer Arbeit sind daher

a) die Vermeidung von Konflikten, bzw. deren Lösung
b) das Wohlbefinden in der täglichen Arbeit zu steigern
c) die Arbeitsbeziehungen zu verbessern, um so insgesamt das Arbeitsklima zu verbessern.

Unter Supervision verstehen wir daher die Reflexion über alle Aspekte, die uns in unserem Arbeitsalltag begegnen. Wir arbeiten in den Supervisionssitzungen, je nach den Bedürfnissen der Kunden mit unterschiedlichen Methoden und Tools. Vorzugsweise mit der Transaktionsanalyse und der Systemtheorie.

Basierend auf unserer professionelle Ethikvorstellung ist die Supervision für uns ein Prozess der Begleitung. Um gemeinsam mit dem Supervisanden oder der zu supervidierenden Gruppe oder Team zu konstruktiven Resultaten zu gelangen, ist es wichtig die professionelle Empathie, aber auch die professionelle Distanz zu bewahren.

Wir arbeiten an den Bedürfnissen der Teilnehmer orientiert, je nachdem in Fallsupervision, Teamsupervision, an Konflikten etc.

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